+++ 9.6. 2010
Google jetzt schneller und mit neuem Look
Die größte Suchmaschine der Welt hat einen neuen Suchindex auf allen Servern online gestellt: Caffeine. Damit sollen neue oder aktualisierte Internetseiten nicht nur schneller erfasst, sondern auch schneller in den Suchtreffern angezeigt werden. Mehr Infos bei Chip.de
Die bekannteste Webseite der Welt hat außerdem ihr Gesicht deutlich verändert. Die neue Navi-Leiste steht jetzt links am Bildrand, dort werden nur noch die Rubriken angezeigt, die die wichtigsten Treffer zu einem Begriff liefern. In einem kleinen Kasten unter der Ergebnisleiste werden weitere, verwandte Begriffe angezeigt. Mit dieser Funktion holt Google den Rückstand zu anderen Suchmaschinen auf, die den Service mit ähnlichen Suchbegriffen schon lange bieten. Die Suche nach aktuellen Begriffen lässt sich zeitlich stark eingrenzen, so dass nur noch brandaktuelle Suchergebnisse erscheinen.
+++ 27.4. 2010 +++
Google-Earth für den Browser
3D-Ansichten von Gebäuden und Bergen, 360-Grad-Blick auf Landschaften und Städte - das funktionierte bisher nur mit dem Programm "Google Earth". Das Kartentool "Maps" lieferte nur den Satelliten-Blick von oben bzw. die Streetview-Varianten in Städten. Jetzt gibt es ein 550kb-kleines Plugin, das Google Earth mit Maps kombiniert. Wie bisher kann auch die neue Variante von Maps auf anderen Websites integriert werden.
+++ 5.4. 2010 +++
US-Polizei fahndet bei Twitter, Facebook, Myspace
US-Polizisten ermitteln mit falscher Identität bei Facebook und anderen Netzwerken auf den Seiten von Verdächtigen. Das belegen zwei interne Behördendokumente, deren Herausgabe die US-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) kürzlich per Gericht erzwungen hat. Mehr Infos bei ZDF heute.
+++ 6.2. 2010 +++
Google schwächelt bei der Echtzeitsuche
Die Echtzeitsuche von Google ist offenbar nicht so fix wie angekündigt: Ein Redakteur des US-Technologiemagazins CNET testete die Schnelligkeit der neuen Suchfunktion für Twitter und Facebook-Statusmeldungen unmittelbar nach einem leichten Erdbeben in San Francisco. Im Allgemeinen führen Erdbeben sofort zu tausenden Tweets, nicht jedoch bei Google: Nach dem Beben in San Francisco dauerte es dem Bericht zufolge sechs Minuten, bis die ersten Meldungen erschienen. Bisher ist die Echtzeitsuche nur in der englischsprachigen Google-Ausgabe verfügbar, in Deutschland soll der Dienst im Frühjahr 2010 gestartet werden.
+++ 6.12. 2009 +++
Google personalisiert alle suchanfragen
Wenn zwei Google-Benutzer die selbe Anfrage stellen, bekommen sie noch lange nicht die selben Ergebnisse: Google personalisiert seit Anfang Dezember alle Suchergebnisse anhand der vorangegangenen Anfragen aus dem letzten halben Jahr, was bisher nur bei angemeldeten Nutzern geschah. Am Freitag gab Google im offiziellen Blog bekannt, weltweit mittels eines anonymen Cookies das Surfverhalten zu analysieren, die Ergebnisse sollen entsprechend "verbessert" werden. Bislang hatten die Nutzer noch die Chance, der Sammelwut der Datenkrake zu entgehen, indem sie sich einfach nicht registrierten. Wer die Personalisierung bzw. die Datensammlung nicht wünscht, muss nun die Option bei Google ausschalten - oder die Cookies regelmäßig löschen.
+++ 29.10. 2009 +++
google und Semsix - neue suchtools für audios
Google hat eine Spezialsuche für Audiodateien gestartet. Der Service ist derzeit aber nur in den USA verfügbar, Pläne für den Europastart gibt es nach Medienberichten noch nicht. Bisher gab es nur den "music"-Operator: Schreibt man den Befehl "music:" gefolgt von Bandnamen oder Titel in die Suchmaske, findet Google die entsprechenden Informationen. Nun gibt es die Extra-Suchfunktion, ähnlich der Video-Suche, die auch eine Vorhörfunktion einschließt. Ein Video erklärt, wie die Suche funktioniert. Sowohl das Streaming der Titel als auch der Verkauf werden aber nicht über Google, sondern über Kooperationspartner (u.a. Universal, EMI, Sony) geregelt. Die neue Funktion ist ein direkter Angriff auf Anbieter wie iTunes oder Amazon.
Unterdessen haben zwei Studenten aus Stuttgart ein Unterhaltungs-Tool entwickelt: Eine Suchmaschine, die das Netz nach kompletten Musiktiteln durchsucht und abspielt. "Make Your Mix" ist das Motto von Semsix: Die Maschine sieht ähnlich aus wie der Windows-Media-Player und durchforstet verschiedene Videoportale wie Youtube nach Musik. Die Fundsachen werden in einer Liste präsentiert, aus der man Abspiellisten zusammenstellen kann. In einem Extra-Fenster wird das Video abgespielt. Nutzer können ihre Abspiellisten speichern, verlinken oder an Freunde schicken. Eine Volltextsuche durchforstet alle Musikstücke auf Textfetzen oder Refrains. Make Your Mix...
+++ 26.09.
2009 +++
Google jetzt größer und praktischer
Google ist nicht nur größer, sondern auch praktischer: Das Eingabefeld für Suchbegriffe und die Schriftart ist seit Anfang September extra groß. Außerdem gibt es ein neues Feature in den angezeigten Suchergebnissen: Google wertet die Gliederung der gefundenen Seiten aus und führt den Nutzer über sogenannte Sprungmarken schneller zu den gewünschten Informationen auf der Seite. Die Search-Snippets (also die kurzen Vorschau-Texte auf der Google-Seite) enthalten die entsprechenden Links zu den relevanten Abschnitten einer Seite. Beispiel: Die Suche nach "Katzen" führt zur Seite "katzen.de", das Search-Snippet liefert aber auch gleich die Zwischenüberschriften bzw. Unterseiten für "Rassen", "Haltung" etc. Praktisch auch zur schnellen Suche nach Infos aus Wikipedia-Artikeln.
+++ 08.08.
2009 +++
Ask.de zweitbeliebteste suchmaschine
Nach einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Nielsen Netratings war ask.de im ersten Quartal 2009 in Deutschland die zweitbeliebteste Suchmaschine. Ask.com bietet interessante Features, beispielsweise eine Vorschau auf die gefundene Seite, indem man auf ein Fernglas klickt. Sie soll semantische Suchanfragen beantworten können. In der Tat: Auf die Frage „wie viele Menschen leben in Berlin von Hartz IV?“ kommt als 2. Treffer ein Artikel aus der Morgenpost, der genau diese Frage beantwortet, danach ein Artikel von welt.de. Bei Google finden sich diese Treffer zunächst nicht.
+++ 10.7.
2009 +++
Google findet Gratis-fotos
Fotos gibt's im Internet zwar Millionenfach - aber die allermeisten sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht einfach für eigene Zwecke verwendet werden. Google hat seine Bilder-Suche mit einem Zusatz-Feature ausgestattet: In der erweiterten Suche hat man jetzt die Möglichkeit, Fotos zu suchen, die frei sind von urheberrechtlichen Beschränkungen. Einfach im Menupunkt "Nutzungsrechte" den Eintrag "zur Wiederverwertung mit Veränderung gekennzeichnet" auswählen!
+++ 6.6.
2009 +++
Googelst du noch oder
bingst du schon?
Die Microsoft-Suchmaschine Bing ist ein Volltreffer: Auf Anhieb hat sie Yahoo vom zweiten Platz im Suchmaschinen Ranking verdrängt. Das geht aus den Zahlen des Statistik-Portals Statcounter hervor. Der Marktanteil-Vorsprung betrage in den USA bereits 6 Prozent, heißt es.

Bing soll keine einfache Suchmaschine sein - Microsoft nennt seinen Dienst eine "Entscheidungs-Maschine", die sich zum Beispiel bei Kaufentscheidungen oder Reisevorbereitungen nützlich machen soll. Deshalb kann Bing einiges, was Google nicht kann - jedenfalls in der US-Version. Hierzulande zapft Microsoft noch die Ergebnisse seiner alten Suchmaschine "Live" an. Bis alle US-Features auch in Deutschland verfügbar sind, dauert wohl noch Monate.
Die Stärken: Bei der Suche beispielsweise nach "Berlin" erscheinen in der US-Version links neben den Ergebnissen weitere Möglichkeiten, die Suche einzuschränken, z.B. Stichworte wie "Map", "Hotel", "Travel", "Tours". Viele Fragen beantwortet Bing direkt - wer zum Beispiel eine Flugnummer eingibt, erhält die entsprechenden Fluginformationen. Wer nach "population germany" sucht, bekommt die Einwohnerzahl von Deutschland gleich als erstes geliefert, ähnlich wie bei Google. Das große Plus von Bing ist allerdings die Vorschau auf den Text (einfach auf das Symbol rechts des Treffers klicken) und die Suche nach Bildern oder Videos. Bilder werden in einer langen Liste angezeigt, scrollt man nach unten, laden sich die weiteren Bilder automatisch nach. Ein interessantes Feature in der Video-Suche: Fährt man mit der Maus über die Vorschau-Bilder, startet automatisch eine Vorschau des Videos mit Ton.
An dieser Stelle hat Bing in der US-Version allerdings ein Problem mit dem Jugendschutz: Wer eindeutige Suchbegriffe eingibt und den SafeSearch-Filter ausschaltet, bekommt harte Pornografie. In Deutschland hingegen wird so manche Suche unnötig erschwert, denn hierzulande gibt sich Bing überaus prüde. Bei vielen Anfragen erhält der User die Standard-Antwort: "Der Suchbegriff führt möglicherweise zu sexuell eindeutigen Inhalten". Diese Zensur reagiert selbst bei harmlosen Begriffen wie "Strumpfhose" oder "Playboy". (Anmerkung: Mit der Einführung eines dreistufigen "Safe Search" Filters im Oktober 2009 hat sich das Problem weitgehend erledigt. Der Filter ist unter "Einstellungen" zu konfigurieren.)

Um die US-Version aufzurufen, auf der bing.de-Seite oben rechts auf "Deutschland" klicken und anschließend auf USA - Englisch. Alternativ einfach nach http://www.bing.com/ folgendes Kürzel in die Adresszeile einfügen: ?cc=us
+++ 25.5. 2009 +++
Wolfram
Alpha
enttäuscht
Eben noch als der neue "Google-Killer" angepriesen, enttäuscht die Suchmaschine - obwohl Wolfram Alpha eigentlich gar keine Suchmaschine im herkömmlichen Sinne ist: Der Dienst liefert auf die Anfragen keine Liste von Internetseiten, auf denen eventuell die gesuchte Information zu finden ist, sondern gleich konkrete Antworten. Wer das Bruttosozialprodukt von Deutschland mit dem von Frankreich vergleichen will, wer die Zeit des Sonnenaufgangs in Stuttgart vom 3.4. 2001 sucht oder sich für die aktuelle Geschwindigkeit der Erde interessiert, der bekommt die gewünschten Antworten aktuell berechnet. Dazu nutzt Alpha eine riesige Datensammlung sowie aktuelle Informationen, zum Beispiel für Wettervorhersagen.
Das
Problem: Noch hat der Dienst zu wenig Datenfutter. So versteht Alpha
viele Anfragen erst gar nicht! Immer wieder liest man auf Englisch:
"Wolfram Alpha weiß nicht genau, was es mit Ihrer Eingabe anfangen
soll." Kleiner Selbsttest: Weder die Ergebnisse der letzten US-Wahl,
noch die Arbeitslosenquote von Berlin sind als Datenmaterial vorhanden.
Die Frage nach "Horst Köhler" wird beantwortet mit "Wolfram Alpha weiß
nicht genau...". Erst, wenn man Köhler - für Amis verständlich - mit oe
schreibt, fällt Alpha ein, dass er ein Staatsoberhaupt ist und am 22.2.
Geburtstag hat. Mehr nicht. Und auch bei kulturellen Fragen,
Gesellschaftsthemen oder Fragen zu Promis offenbart der angebliche
Google-Killer große Wissenslücken, teilweise sogar haarsträubende
Fehler: Wer Alpha nach "Oliver Kahn" fragt, bekommt Namensstatistiken.
Bei der Frage nach "Goethe" spuckt Alpha nur dessen Geburtstag
aus
- und als Geburtsort statt Frankfurt am Main die Stadt
Frankfurt
an der Oder!

Als
User muss ich grundsätzlich zunächst grübeln, was Alpha wissen könnte
und die Frage entsprechend geschickt stellen. Gnadenlos, wie nur ein
Mathematiker sein kann, verzeiht die Suchmaschine keinen einzigen
Tippfehler. Woher die Infos kommen, bleibt das Geheimnis der
Suchmaschine, Quellen werden nicht genannt - somit bleibt auch unklar,
ob die Daten stimmen. Ein weiteres Manko: Amtssprache von Wolfram Alpha
ist
ausschließlich Englisch.
Der erste Eindruck: Unausgereift.
So wird es eng für das Team um Stephen Wolfram. Die Maschine muss
schnell mit weiteren Daten gefüttert werden, denn auch die
Google-Konkurrenz schläft nicht, entwickelt und spezialisiert seine
Suchmaschine immer weiter: Einfache Fragen ("wieviele Einwohner hat
Japan?") kann Google schon lange auf Deutsch beantworten, in der
US-Version gibt Google auch komplexere Antworten zu Wirtschaftsthemen
und durchforstet sogar schon offizielle Statistiken nach Informationen.
Hier ein - wohlwollender - Artikel von
Chip.de
+++ 11.5.
2009 +++
Endlich:
Archivsuche
bei google-news
Wer
bisher ältere Zeitungs-Artikel suchen wollte, musste die normale
Google-Suche bemühen oder jedes einzelne Archiv von Zeitungen
und
Zeitschriften durchstöbern - denn die News-Suche bei Google reichte nur
30 Tage zurück. Nun endlich hat Google einen neuen, für
Journalisten sehr nützlichen Service freigeschaltet: Die Archiv-Suche.
Einfach bei der News-Suche auf "erweiterte Suche" klicken, dort biete
Google nun umfangreiche Features für das Durchsuchen von News-Archiven.
Hier gibt's weitere Infos zur Archiv-Suche
Hier geht's zur Archiv-Suche von Google
+++ 8.5.
2009 +++
Neue
Fälschung bei
Wikipedia
Schon
wieder sind Medien auf einen gefälschten Wikipedia-Beitrag
reingefallen. Diesmal hat ein 22-jähriger Student die Seite
des
französischen Komponisten Maurice Jarre nach dessen Tod mit einem
erfundenen Zitat bereichert - und damit eine Reihe von
Zeitungen
blamiert: Denn etliche Blätter in Großbritannien, Australien und Indien
druckten den Satz ungeprüft - unter anderem der angesehene
"Guardian".
Der ganze Artikel bei RP-Online.
+++ 17.4.
2009 +++
Spielfilme
bei youtube
Youtube wird immer mehr zum kostenlosen Fernseh-Ersatz. Nun zeigt das Portal auch hunderte Serien und bald komplette Spielfilme: Mehr Infos bei SPIEGEL Online.
+++ 25.3.
2009 +
Google
will mehr
finden, als man sucht
Semantische Suche, zusätzliche Vorschläge für die Suche, längere Vorschau-Texte - Google hat seine Suchmaschine umgebaut. Mehr Infos bei Welt.de
+++ 18.3. 2009 +++
Surfen
ohne Spuren zu
hinterlassen
Wer
surft, hinterlässt Spuren. Dass Google und andere Dienste Daten seiner
Nutzer sammeln und speichern, ist das eine - aber Cookies und die
eigene IP-Adresse selbst können schon die Rechercheergebnsse
beeinflussen und verfälschen! Beispiel: Oft kann nicht mal die Seite
google.com aufgerufen werden, weil man automatisch auf die nationale
Version google.de umgeleitet wird. Auswege aus dieser Google-Falle
zeigt ein Skript der German Privacy Foundation - "Spurenarm surfen mit
dem Mozilla Firefox"
hier zum Download
+++ 10.3.
2009 +++
privatsphäre
war
gestern - yasni boomt
Die Personensuchmaschine Yasni ist das am schnellsten wachsende Angebot in Deutschland - das gerade mal 16 Monate alte Startup explodiert förmlich: +530% Wachstum in nur einem Jahr! Hier der Artikel auf Meedia.de
+++ 16.2. 2009 +++
Fälschung
bei
Wikipedia blamiert die Medien
Deutschlands
Wirtschaftsminister zu Guttenberg hat viele Vornamen. "Wilhelm" gehört
nicht dazu. Ein junger Journalist erfand den zusätzlichen Vornamen,
manipulierte den Artikel des Ministers bei Wikipedia - das Ergebnis
schaffte es bis auf die Titelseite der BILD-Zeitung.
Der ganze Skandal dokumentiert auf SPIEGEL
Online
+++ 19.1. 2009 +++
Kommt im Mai der Google-Killer?
Der
Mathematiker Stephen Wolfram hat eine Software programmiert, die Google
Konkurrenz machen könnte - sie soll Antworten auf konkrete Suchanfragen
geben, z.B. "Wie viele Protonen sitzen in einem Wasserstoffatom?" etwa
oder "Wie lautet die 512te Stelle von Pi?" Die Maschine liefert die
Antworten nicht auf Ergebnisseiten - sondern berechnet sie!
Mehr Infos auf SPIEGEL Online
